 U.
Bästlein; Großansicht | Ulf
Bästlein Bass-Bariton
Ulf Bästlein ließ sich
nach einem Studium der klassischen Philologie und Germanistik (mit Promotion)
bei Prof. Albrecht Meyerolbersleben an der Staatlichen Hochschule für Musik
in Freiburg zum Sänger ausbilden (Konzertexamen mit Auszeichnung). 1987 begann
der Bass-Bariton seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Heidelberg. Seitdem
führten ihn Engagements u.a. nach Augsburg, Hannover, Lübeck und die
Staatsoper Hamburg, wo er sich sowohl mit Mozart-Partien wie Papageno in der "Zauberflöte",
Graf Almaviva in "Le nozze di Figaro", Guglielmo in "Così
fan tutte" |
und "Don Giovanni"
als auch mit Rollen wie der Zar in "Zar und Zimmermann", Dandini in
"La Cenerentola" sowie der Titelpartie in Tschaikowskys "Eugen
Onegin" als ausgezeichneter Sänger-Darsteller profilieren konnte. Gleichermaßen
wichtig ist seine Konzerttätigkeit mit geistlichen Werken und Liederabenden,
die durch Rundfunk- (SWF, NDR, BR, RB) und Fernsehaufnahmen (ARD und ZDF) dokumentiert
ist. Ulf Bästlein gewann Preise bei verschiedenen Gesangswettbewerben (u.a.
VDMK Berlin sowie Nürnberger Meistersängerwettbewerb). Er sang in fast
allen europäischen Ländern und ist häufiger Gast bei verschiedenen
internationalen Musik-Festivals (u.a. Flandern-Musik-Festival (Belgien), Festival
von Stresa (Italien), Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau-Musik-Festival,
Styriarte (Österreich), Ludwigsburger Schlossfestspiele). Sein breitgefächertes
Repertoire reicht von Monteverdi bis in die Moderne (etliche Uraufführungen
u.a. mit Werken von Halffter, Döhl, Radulescu und Sollima). Ulf Bästlein
sang unter Dirigenten wie Donald Runnicles, Christof Prick, Bernhard Klee, Jesus
Lopez Cobos, Helmuth Rilling, Marcello Viotti, Bruno Weil, Jos van Immerseel,
Frieder Bernius. Sein
CD-Debut mit Heine-Vertonungen des 19. Jahrhunderts fand ebenso große Anerkennung
in der Fachpresse wie seine Einspielung von Schuberts "Winterreise"
(ars musici). Zahlreiche weitere Aufnahmen demonstrieren die Vielseitigkeit seines
künstlerischen Schaffens: Schubert: "Nacht- und Todeslieder" (ars
musici), "Il Gedeone" von Nicola Porpora (mit der Wiener Akademie für
cpo), Beethovens 9. Symphonie (Dirigent: Jos van Immerseel für Sony Classical),
"Aci e Galatea" von Johann Gottlieb Naumann (Dirigent: Frieder Bernius
für Orfeo), Weinlieder aus drei Jahrhunderten ("Trunken müssen
wir alle sein"), Schubert-Lieder nach Goethe-Texten (Naxos). 2004 erschienen
eine CD mit Liedern nach Gedichten von Theodor-Storm (Klavier: Charles Spencer
für Dabringhaus und Grimm) sowie Schumanns "Dichterliebe" (Hänssler).
2008/09 hat Ulf Bästlein Lieder von Anselm Hüttenbrenner in drei Bänden
herausgegeben (Accolade). Außerdem erschien 2009 beim österreichischen
Label Gramola die Ersteinspielung von Anselm-Hüttenbrenner-Liedern mit dem
Titel "Die innere Welt" (Klavier: Charles Spencer). 1999
wurde der Bass-Bariton zum Professor an der Musikhochschule Lübeck berufen,
2000 ebenfalls an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz.
Ulf Bästlein leitet regelmäßig Meisterklassen im In- und Ausland.
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