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Pressestimmen 2003 | ![]() |
| Stuttgarter
Nachrichten v. 28.11.2003
In den Stuttgarter Nachrichten schreibt Jürgen Bock u.a. und bringt unseren Werner Durst in die Schlagzeile: Engel
schwätzen Schwäbisch
„ ... im Innenhof des Alten Schlosses wurde feierlich der Stuttgarter Weihnachtsmarkt eröffnet. Überhaupt herrscht eitel Freude. Zu Füßen des großen Christbaums ist der Hof gefüllt bis in die hinterste Ecke, die Menschen drängen sich bis auf den Schillerplatz. Lichter erhellen die Szenerie, die Konzertchöre des Stuttgarter Liederkranzes und die Bläser der Musikschule stimmen mit festlichen Melodien auf den Weihnachtsmarkt ein, der zur selben Zeit nebenan beginnt und sofort einen ähnlichen Ansturm erlebt wie der Schlosshof. Günther Willmann rezitiert große Dichter und Werner Durst erzählt Sebastian Blaus Geschichte vom Weggetaler Kripple, in der die Engel selbstverständlich Schwäbisch schwätzen. ...“
Stuttgarter Zeitung v. 28.11.2003 Schwäbisches Gebäck und ein Josef aus Bali Weihnachtsmarkt hat mit Konzert im Schlosshof begonnen Die Sänger des Stuttgarter Liederkranzes und die Bläser der Musikschule haben die Besucher gestern Abend im Hof des Alten Schlosses feierlich auf den Weihnachtsmarkt eingestimmt. Die Budenstadt soll dieses Jahr noch stimmungsvoller sein. Von Daniela Eberhardt "O du fröhliche" und "Stille Nacht" im Spätherbst: sie haben einige Wochen geprobt, obwohl doch fast jeder die Klassiker auswendig kennt. "Gerade die bekannten Lieder darf man nicht einfach runtersingen", sagt Ruth Tollnek vom Stuttgarter Liederkranz. Rund 150 Sänger, Frauen und Männer, haben sich gestern zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts im Renaissancehof des Alten Schlosses aufgestellt. Geleitet von Ulrich Walddörfer sangen die Konzertchöre des Liederkranzes, unterstützt von den Bläsern der Stuttgarter Musikschule, deutsche und englische Ohrwürmer. Als der
gemischte Chor "Tochter Zion" intonierte, gab es hinter den Kulissen Ärger.
Eine Gruppe von Gewerkschaftlern und Krankenhausmitarbeitern hatte auf
dem oberen Arkadengang ein Transparent emporgehoben, das den Erhalt von
"drei gleichwertigen Krankenhäusern" forderte. "Wir kämpfen für
das Bürgerhospital. 600 Betten sollen abgebaut werden, das sind 600
Arbeitsplätze", sagte eine Demonstrantin. Die Polizei hatte kein Einsehen:
Misstöne nicht erlaubt.
Bietigheimer Zeitung
Pracht
und Klang und Farbe
Laien
und Profis musizieren nach Herzenslust unter der
Im ausverkauften Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle fanden sich am vergangenen Sonntag nahezu 300 Ausführende zusammen, um ein Werk Gioacchino Rossinis zur Aufführung zu bringen, das wegen seiner stilistischen Stellung zwischen Oper und Oratorium nur selten aufgeführt wird. Große Massenszenen Für die Oper sind die großen Massenszenen, das wiederholt geforderte monumentale Chortableau, schwer zu inszenieren. Auf- und Abgänge des Chores stellen ein dramaturgisches Problem dar.
Auf der anderen Seite sprengt das Werk als Oratorium jedoch den üblichen Aufführungsapparat, fordert es doch ein opernbewandertes Orchester, sowie nicht weniger als acht Solisten. Ebendiese
stilistischen Merkmale haben den Stuttgarter Liederkranz geradezu dazu
prädestiniert, "Mosè" in seiner zweiten italienischen Fassung
von 1819 von Gioacchino Rossini auszuwählen und aus Anlass
Die traditionelle Zielsetzung des Stuttgarter Liederkranzes, der auf eine 179-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken kann, und dessen Chöre mehr als 200 aktive Sänger und Sängerinnen umfassen, ist darauf gerichtet, große oratorische Werke und chorisch dominierte Opern zu erarbeiten und repräsentativ im Konzertsaal aufzuführen. "Mosè" eignet sich hierzu im besonderen Maße. Dem zeitgenössischen Geschmack zum Trotz, in dem Heldentenöre und Primadonnen die Opernbühnen beherrschten, schuf Rossini hier ein Werk, in dem der eigentliche Held der Handlung das Volk ist. Die alttestamentarische Geschichte von Moses, der sein Volk aus Ägypten in das verheißene Land führt, liefert den historischen Hintergrund. Aus diesem monumentalen Handlungsrahmen der biblischen Geschichte treten einzelne Protagonisten hervor, die in tragischer Operntradition untereinander und mit ihrem von höherer Gewalt gelenkten Schicksal verstrickt sind. Hauptanteil am Geschehen kommt Mosè zu, gesungen vom Leipziger Bariton Thomas Wittig. Satt und lyrisch geht er seinen Part an, bis zum Ende nicht nachlassend in dieser Rolle, die wahrlich einen Kraftakt darstellt. Krankheitsbedingt kurzfristig eingesprungen ist der Tenor Róbert Morvai, als Elisero, Bruder des Mosè, und später als ägyptischer Befehlshaber Aufide. Ohne brillieren zu wollen in seiner Rolle als Vermittler zwischen Moses und dem Pharao, singt er schlank und dennoch voll, sich dem Ensemble einfühlsam einordnend. Das Königspaar verkörpern Marcel Rosca (Bass) als Faraone und Arantxa Armentia (Sopran) als Sinaíde. Das Paar hätte in seiner Wirkung nicht gegensätzlicher ausfallen können. Stets souverän und mit sonorer Brillanz in der Stimme präsentiert Rosca die würdevolle Verkörperung des Pharao. Filigran und zerbrechlich tritt dagegen Arantxa Armentia auf. Anfangs fast ein wenig farblos, entfaltet die Sopranistin ihre Kunst beim Duett der Königin mit ihrem Sohn. In diesem schwierigen Part, ein Balanceakt, der von dominierender Herrscherin bis zu empfindsamer Mutter reicht, taucht sie das Publikum in ein Wechselbad der Gefühlswahrnehmung: mal zart, mal markant, mal herrisch, mal herzzerreißend... Tragisches Liebespaar Ein wenig
undankbar sind die nicht eben handlungstragenden Rollen der Maria, Mutter
der Anaíde, gesungen von Carmen Mammoser (Mezzosopran) und des Priesters
Osiride, dem Martin Hausberg (Bass) seine Stimme verlieh, ebenso wie der
"Voce misteriosa", die so
Dem tragischen Liebespaar absolut überzeugend Leben einzuhauchen vermochten an diesem Abend Helen Bickers (Sopran) als Hebräerin Anaíde und Mario Carrara (Tenor) als Aménofi, dem Sohn des Pharao. Das hier durchaus angebrachte tremolierende Timbre der koloraturen-gewandten amerikanischen Diva Bickers rührte bei weitem nicht nur den Pharaonensohn. Der Italiener Carrara seinerseits, seine sängerische Herkunft keineswegs verleugnend, war mit seinem perfekten Belcanto die ideale Besetzung. Eindringlicher Schmelz sowie zahlreiche Verzierungen in den Arien kennzeichneten seine Darbietung. Obwohl
Rossini bewusst auf einen stringenten Handlungsablauf bedacht war und aus
diesem Grund Anschlüsse unmittelbar aufeinander folgen ließ,
so dass ein Szenenapplaus unmöglich gemacht wurde, ließ sich
das
Den gut vorbereiteten Chor sowie des Orchester führte er ohne große Gesten und von einem Lächeln beseelt, in vielen stillen Übereinkünften wie ein großes Schiff durch die mal sachten, mal tosenden Gewässer der klangfarben-prächtigen Musik Rossinis. Der Konzertchor
des Stuttgarter Liederkranzes, der sich in der überwiegenden Mehrheit
aus Amateuren zusammensetzt, hat die sichtbare Freude am Musizieren und
die Ergriffenheit an der bewegenden Musik für jeden spürbar werden
lassen. Und so ließ es sich der Präsident des Stuttgarter Liederkranzes,
der Bietigheimer Dr. Dieter Häussermann, am Ende der Aufführung
nicht nehmen, Ulrich Walddörfer persönlich seinen Dank auszusprechen.
Clarissa
Soder
DER NEUE MERKER Oper
+ Ballett in Wien und aller Welt
STUTTGART:
Auf seiner Suche nach Opern mit tragenden Chor-Partien ist der Stuttgarter Liederkranz auf Rossinis einziges sakrales, sprich einen biblischen Stoff verarbeitendes Bühnenwerk gestoßen. Von den beiden existierenden Fassungen (Neapel 1818, Paris 1827) fiel die Wahl auf eine Wiedergabe der musikalisch verfeinerten, späten französischen Version, allerdings in der italienischen Rückübersetzung von Calisto Bassi. Diese Mischkulanz stört insofern gar nicht, als Rossinis melodische Behandlung trotz gewisser formeller Anpassungen an die französischen Opern-Gepflogenheiten und aufgeweichter Nummern-Statuarik von primär italienischem Typus ist. Wobei das Ungewöhnlichste wohl in der dem Orchester vorbehaltenen Schlußszene liegt, eine Schilderung der Rettung der Israeliten auf einem schmalen Pfad durch das Rote Meer, des Unterganges der nachfolgenden Ägypter in den Fluten und der wiederkehrenden Ruhe der Natur.
Der in
fast allen, auch privaten Situationen einzelner Personen als Kommentator
präsente Chor des Volkes wurde von den Vereinigten Chören des
STUTTGARTER LIEDERKRANZES vor allem in dynamischer Hinsicht zu trefflicher
musikalischer Wirkung geführt. Bei den Damen wurde besonders viel
Feinarbeit geleistet, der Zusammenklang in den Stimmgruppen weitgehend
gewahrt. Das Volumen allerdings entsprach erst nach der Pause der aufgebotenen
300erschaft an Chorsängern. Die Zusammenarbeit mit dem STAATSORCHESTER
STUTTGART war diesmal durch einige Unkooriniertheiten und an Sauberkeit
zu wünschen übrig lassenden Bläsern getrübt. Manchmal
klang es nach beiläufiger Routine und pauschalem Abspulen, obwohl
Dirigent und Chorleiter Ulrich WALDDÖRFER in der Zusammenführung
aller Kräfte nicht nachlässig war.
Die Solisten
der beiden Hauptkontrahenten wären beide zusammengenommen ideale Interpreten
gewesen: Thomas WITTIG, dessen Bariton für Moses den weitgespannten
Atem und Wohllaut, aber nicht die gebotene autoritäre Fülle aufweist;
und Marcel ROSCA, dessen Bass Macht beanspruchende Eindringlichkeit, aber
wenig kultivierten Glanz besitzt. Mario CARRARAs von der Emotionalität
und Leidenschaft des Südländers durchfluteter Tenor scheint leider
nur noch aus einer klangvollen oberen Mittellage und Höhe zu bestehen,
darunter verliert sich die Stimme im Nichts. Ob da noch was zu retten bzw.
korrigieren ist? Der für Olafur BJARNASON eingesprungene Robert MORVAI
schlug sich in den Rollen von Moses Bruder Elisero und des ägytischen
Befehlshabers Aufide mit leicht ansprechendem, in der Höhe an Grenzen
stoßendem Tenor sehr achtbar. Martin HAUSBERG gab der Voce misteriosa
und dem Isisprieser Osiride abgerundetes und ausdrucksvolles Bass-Profil.
Dankbarer, aber endenwollender Applaus.
Stuttgarter Nachrichten v. 12.11.2003 Rossinis "Mosè", konzertant mit dem Stuttgarter Liederkranz Von Gold und Glanz Beethoven machte es genau umgekehrt: Als ihm in seiner neunten Sinfonie die Musik allein nicht mehr präzise genug war, nahm er die konkretere Sprache zu Hilfe. Rossinis Oper "Mosè" hingegen endet - sehr opern-untypisch - mit einem reinen Orchesterstück: Das Meer, das sich zuvor für die Israeliten geteilt hatte, verschlingt die ägyptischen Verfolger. Die Wogen glätten sich, das Stück schließt in ruhigem Frieden: die Ruhe nach dem Sturm. Nicht oft ist Rossinis "Mosè" auf der Bühne zu sehen. Das mag an seinem oratorischen Charakter liegen oder auch an den Wundertaten des Propheten, an die man als Regisseur glauben muss, will man inszenieren, was sie auslösen. Hört man das Werk hingegen in konzertanter Version, so besticht es durch viele Schönheiten zumal in den Vokalensembles ebenso wie durch die ungewöhnliche Kleingliedrigkeit seiner Struktur. Und es ist eine Choroper von der Art, wie sie den Chören des Stuttgarter Liederkranzes ganz ideal entgegenkommt: Viel haben die gut 200 Sängerinnen und Sänger zu tun, doch nicht zu viel Kleines und Feines; stark und wirkmächtig soll die Stimme des Volkes sein, die sich hier immer wieder artikuliert - und so wie Ulrich Walddörfer seine Chöre dirigiert, können sie trotz gelegentlicher Konzentrationsschwächen und einiger nicht ganz punktgenauer Einsätze im Beethovensaal so tatsächlich auch wirken. Die Masse, die sich da effektvoll äußert, lässt den Kontrast zwischen Individuum und Kollektiv besonders deutlich werden, der diese Oper trägt. Und unter den Solisten singen und gestalten einige sehr überzeugend: Arantxa Armentia vor allem, die eine sehr ausgeglichene, stimmschöne und bewegende Sinaíde gibt, aber auch Mario Carrara (Aménofi) mit seinem sehr schönen Material, das freilich nicht immer der exponierten Kraft bedürfte, die der Tenor zuweilen in seine Partie investiert. Helen Bickers (Anaíde) weiß mit ihren Stärken - geraden Piani und einer luftigen, trotzdem von guter Tiefe getragenen Höhe - gelegentliche Verengungen und Schärfen vergessen zu machen. Thomas Wittig singt die Titelpartie solide, doch ohne wirklich überzeugendes Profil. Marcel Rosca gibt einen profunden, wenngleich etwas starren Pharao, und mit Róbert Morvai, Carmen Mammoser und Martin Hausberg sind die kleineren Rollen gut besetzt. Das Orchester
aus Mitgliedern des Staatsorchesters Stuttgart agierte eher flächig
und kompakt denn filigran; im solistischen Bereich war manches Gold (Harfe),
anderes glänzte nicht. Susanne Benda
Stuttgarter Zeitung v. 11.11.2003 Die Macht der Soprane Der Stuttgarter Liederkranz mit Rossinis Moses-Oper Ein Jahrhundert vor Arnold Schönberg brachte auch Gioacchino Rossini die biblische Figur Moses auf die Bühne. Diese reife italienische Version der Oper "Mosè" von 1827 präsentierte der Stuttgarter Liederkranz mit Mitgliedern des Staatsorchesters und acht Gesangssolisten am Sonntag konzertant im ausverkauften Beethovensaal. Während Schönberg die Selbstzweifel des wenig wortgewandten Moses zu faszinierend diskursivem Musiktheater verarbeitete, erfanden Rossinis Librettisten die Liebe von Moses" Nichte Anaíde zu Aménofi, dem Sohn des Pharao. Aus ihrer Entscheidung für ihr Volk erwächst die Wut des Thronfolgers, der die Juden nun von ihrem Auszug aus Ägypten abhalten will.
Rossini dachte in doppeltem Sinne praktisch: Während der Fastenzeit durften seinerzeit nur biblische Stoffe auf die Bühne, außerdem dämpfte die Einbettung ins Private die politische Sprengkraft des Stoffes. In "Mosè" hat sich Rossini weit vorgewagt und eine sehr abwechslungsreiche Musik voller individueller Eindrücke, jedoch aus einem Guss geschrieben. Die konzertante Aufführung unter Ulrich Walddörfers umsichtiger und souveräner Leitung beeindruckte schon vor dem ersten Ton durch die schiere Größe des Chors, der rund 300 Sängerinnen und Sänger umfasste. Dementsprechend war der Klang: großformatig, abgerundet, hin und wieder etwas verwaschen, was jedoch am Saal und nicht an den Sängern liegen dürfte. Mario
Carrara als wutentbrannter Pharaonensohn schleuderte nicht immer zielsicher
vorbereitete Spitzentöne in den Raum, Thomas Wittig in der Titelrolle
kleidete die Figur in würdigen, weich timbrierten Baritonglanz. Der
Abend gehörte dennoch den Sopranen. Arantxa Armentia ist eine Sängerin
mit großer Gestaltungsvielfalt. Primadonna assoluta war indessen
Helen Bickers. Ihre hell strahlende Stimme beherrscht Rossinis Verzierungen,
verfügt über schier endlosen Atem und kann auch mal richtig röhren.
Perfekt! jha
NWZ Göppingen v. 10.4.2003 Stuttgarter begeistern 500 Besucher Einen gelungenen Auftakt seines Jubiläumsjahres verzeichnet der Liederkranz Wäschenbeuren. Konzertchöre und Sinfonieorchester des Stuttgarter Liederkranzes begeistern über 500 Zuhörer in der Johanneskirche. In diesem Jahr feiert der Liederkranz Wäschenbeuren seine Gründung vor 160 Jahren. Außerdem besteht der Frauenchor seit 50 Jahren. Zum Auftakt der Feiern im Jubiläumsjahr hetten die Wäschenbeurer den Liederkranz Stuttgart in die Johanneskirche geladen. Mit einem eindrucksvollen Konzert untermauerte am Sonntagabend der Chor seine Spitzenposition in der Laienchormusik, berichtet der Verein. Allein schon die Kulisse der rund 240 Mitwirkenden (190 Männer und Frauen, 50 Orchestermusiker) sorgte für ein Novum in der Katholischen Kirche. Das Sinfonieorchester eröffnete das Konzert mit der "Sinfonia d-moll" von Gaetano Donizetti. Den ersten Eindruck bestätigte der weitere Programmablauf. Die Musiker bestachen vor allem im Zusammenspiel von Tempo und Lautstärke mit den Chören und Solisten. Der Frauenchor mit Sopranistin Lydia Zborschil sowie der Altistin Carmen Mamoser widmete sich ebenfalls einem Werk von Donizetti, nämlich dem "Parafrasi del Christus". Chor, Orchester und Solistinnen meisterten alle schwierigen Passagen mit Bravour und ernteten großen Beifall. Dem "Sonnenhymnus des Heiligen Franz von Assisi" (Komponist Franz Liszt) widmete sich der Männerchor, das Sinfonieorchester und der Baritonsolist Teru Yoshihara. Der Japaner bestach mit der Flexibilität seiner kraftvollen Stimme. Der aus Göppingen stammende Ulrich Walddörfer, Dirigent aller Chöre und des Orchesters, vereinigte zum großen Finale den gemischten Chor und das Sinfonieorchester zum "Te Deum", einem der bedeutendsten Werke von Georges Bizet. Vor allem die ständigen Wechselgesänge der Chorstimmen in bester Abstimmung mit dem Orchester, erfüllten die Kirche in einem dort noch nie gehörten Klang. Mit dem Schlusssatz "Fiat misericordia tua, Domine, super nos" (Lass Dein Erbarmen, Herr, über uns geschehen!) endete eines der denkwürdigsten Kirchenkonzerte in der Geschichte des Liederkranzes. Beim anschließenden Stehempfang im Gemeindehaus herrschte dann bei allen Vertretern beider Vereine eine ausgelassene Stimmung. Bei bester Bewirtung wurden zahlreiche Kontakte geknüpft und gemeinsame Lieder gesungen. |