Pressestimmen 2005

 

Das Jahr 2005 im Rückblick auf Friedrich Schiller...

 


Amtsblatt Nr. 19 / 2005: Foto: Rudel



AMTSBLATT STUTTGART Nr. 1/2
Donnerstag, 13. Januar 2005
Thema Seite 3

"Fest mit Liedern und poliertem Kranz"

Dass Einheimische und Touristen täglich ihren Schiller anhimmeln können, ist vor allem dem Stuttgarter Liederkranz zu verdanken. Am 9. Mai 1824, dem 19. Todestag Schillers, gründeten Bürger der Stadt, darunter 26 Mitglieder des Freundeskreises von Friedrich Schiller, den Verein. Der stiftete zu Ehren des Dichters das Denkmal des dänischen Bildhauers Bertel Thorwaldsen auf dem heutigen Schillerplatz. Am 8. Mai 1839 enthüllte der zwölfjährige Enkel des Dichters im Rahmen eines gigantischen Festes das Standbild. Seitdem wurde zu Schillers Füßen viel gefeiert. Und natürlich ist für den Stuttgarter Liederkranz auch der 200. Todestag Anlass für eine Schiller Feier am Schillerdenkmal". Der Festakt am Sonntag, 8. Mai, wird um 16 Uhr von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster mit einer Ansprache eröffnet. Anschließend singen Solisten des Stuttgarter Liederkranzes unter der Leitung von Ulrich Walddörfer. Dann geht's zur Liederhalle, wo der Liederkranz ab 18 Uhr auch den festlichen Abend im Mozartsaal gestaltet. Der Schauspieler Wolfgang Höper wird Texte von Schiller rezitieren und der ehemalige Leiter des Stadtarchivs, Paul Satter, über "Friedrich Schiller und Stuttgart" sprechen.

Auf Hauptes Höhe

Bei Anbruch der Dunkelheit heißt es für die Festgesellschalt: zurück auf den Schiller Platz! Dort nämlich will der Aktionskünstler Mario Ohno mittels eines Kranwagens auf die Höhe des Schiller'schen Hauptes gelangen, um den inzwischen ermatteten Kranz zu polieren. Bei dieser so akrobatischen wie verdienstvollen Tätigkeit wird der Künstler "Fragen gesellschaftlicher oder politischer Natur" stellen, die durch Passagen aus Werken des Dichters beantwortet werden", wie es im Programmtext heißt.

Triumph eines Genies

Dazu bietet ein Winzer "Schillersekt" an. Denn Schiller soll als letztes Getränk vor seinem Tod Champagner getrunken haben. Und wenn es das Wetter zulässt, wird darin auch noch der Film "Friedrich Schiller - Triumph eines Genies" gezeigt.
Karin Hascher

 



SCHWÄBISCHE SÄNGERZEITUNG 01/2005 S. 17

"Schillernde" Aussichten für 2005

Der Stuttgarter Liederkranz und das Schillerjahr

 

 

Nur wenigen ist bekannt, dass der Stuttgarter Liederkranz von Stuttgarter Bürgern und Persönlichkeiten des geistigen und politischen Lebens gegründet wurde, von denen noch 26 zum Freundeskreis Friedrich Schillers (10.11.1759 -  09.05.1805) zählten. Daher ist das Gründungsdatum des Vereines nicht von ungefähr der 9. Mai 1824, der 19.Todestag Friedrich Schillers. Dem Dichter zu Ehren stiftete der Verein der Stadt Stuttgart das Schillerdenkmal von Bertel Thorvaldsen auf dem heutigen Schillerplatz, das bis heute "eine der intimsten Schönheiten Stuttgarts ist" (Otto Borst). Es war in Deutschland das erste Denkmal überhaupt, das einem Bürgerlichen gewidmet und mit dem Lorbeerkranz als Symbol der Klassik versehen wurde. Das Schillerdenkmal (Bild u.) wurde am 8. Mai 1839 vom zwölfjährigen Enkel Schillers enthüllt.
Was aber macht ein Verein, der 1825 die öffentliche Schillerverehrung begründete und seitdem die Tradition pflegt, Feste zu Ehren Schillers zu halten, anlässlich seines 200. Todestages? Hier die Programmvorschau für das Schillerjahr 2005.

Sonntag, 8. Mai 2005

Die Veranstaltungen dieses Tages beginnen um 16 Uhr mit einer Feierstunde des Stuttgarter Liederkranzes am Schillerdenkmal. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, der die Schirmherrschaft dieser Feierlichkeit übernommen hat, wird die Festrede halten. Die musikalische Umrahmung gestalten die Konzertchöre Stuttgarter Liederkranz. Um 18 Uhr wird im Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle eine weitere Schillerfeier stattfinden, der Historiker Professor Dr. Paul Sauer wird einen Vortrag zu "Friedrich Schiller und Stuttgart" halten, Staatsschauspieler Professor Wolfgang Höper wird aus Schillers Werken der Stuttgarter Zeit rezitieren. Die musikalische Gestaltung liegt wiederum in den Händen des Stuttgarter Liederkranzes.
Nach der Feier im Mozartsaal folgt der gemeinsame Gang zum Schillerplatz, wo bei Einbruch der Dunkelheit der Stuttgarter Aktionskünstler und Dozent an der Freien Kunstschule Nürtingen Mario Ohno mittels eines Kranwagens das Schillerdenkmal ersteigen und beginnen wird, den Kranz auf dem Haupt der Statue zu polieren. Er wird während dessen per Mikrofon einen Dialog mit Schiller führen, wobei er Fragen gesellschaftlicher oder auch politischer Natur stellen wird, die durch Passagen aus Werken des Dichters beantwortet werden. Den Zuschauern und Zuhörern wird so die zeitgenössische Relevanz der Ansichten Schillers zugängig gemacht.
Die Abendveranstaltung auf dem Schillerplatz wird von einem Winzer aus der Umgebung von Marbach bewirtschaftet, der einen "Schillersekt" anbieten wird, denn Schiller soll als letztes Getränk vor seinem Tod Champagner getrunken haben. Ein alkoholfreier Cocktail könnte etwa ein Waldmeistergetränk sein. Schiller war auch Arzt und meldete nur eine einzige Arznei an, nämlich einen grün schillernden "Brechtrank". Der Zusammenhang zwischen den Getränken und dem Anlass wird anhand einer Speisekarte mit Schiller-Zitaten verdeutlicht. Der Stuttgarter Grafiker und Fotograf Joerk Matuschek wird die Speisekarte typografisch gestalten, um die Vergangenheit in der Gegenwart lebendig zu machen.
Falls es die Wetterverhältnisse zulassen, wird zeitgleich der Film "Friedrich Schiller -  Triumph eines Genies" (1940) auf eine Großleinwand an der gegenüberliegenden Hofapotheke projiziert. Lassen Sie uns gemeinsam für einen "schillernden Abend" sorgen - auch im Interesse der Stadt, in der wir leben!
Ein weiterer Höhepunkt im Schillerjahr folgt mit der konzertanten Opernaufführung; die den großen Komponisten Verdi und den großen Dichter Schiller vereint.

Sonntag, 13. Nov. 2005, 19 Uhr

Stuttgarter Liederhalle, Beethovensaal: Giuseppe Verdis "Giovanna d'Arco", Konzertante Opernaufführung nach der Romantischen Tragödie "Die Jungfrau von Orléans" (1801) von Friedrich Schiller; Solisten; Konzertchöre Stuttgarter Liederkranz; Mitglieder des Staatsorchesters Stuttgart; Leitung Ulrich Walddörfer.
Die Konzertchöre Stuttgarter Liederkranz haben sich in den vergangenen Jahren neben großen romantischen Oratorien wie Verdis "Messa da Requiem" auf konzertante Opernaufführungen spezialisiert. Ausgesucht werden Opern, die selten in den Spielplänen der Musiktheater zu finden sind wie Bellinis "Norma" (1998) Verdis "l Lombardi alla prima crociata" (2001) oder Rossinis Melodramme sacro "Mosé" (2003).
Zum Schillerjahr 2005 präsentiert der Stuttgarter Liederkranz Verdis "Giovanna d'Arco", das Libretto von Ternistocle Solera basiert auf der Schillerschen Tragödie "Die Jungfrau von Orléans". Die Uraufführung der Oper am 15. Februar 1845 im Teatro alla Scala in Mailand war so erfolgreich, dass ihre eingängigen Melodien sogleich ins Repertoire der Mailänder Straßenorgeln aufgenommen wurden. Verdis effektvolle und leidenschaftliche Musik mit mitreißenden Chorpassagen harmoniert mit dem "Schillerschen Geist" der romantischen Dichtung und ist somit bestes Beispiel für die tiefe Seelenverwandschaft von Giuseppe Verdi und Friedrich Schiller.

 


 

STUTTGARTER ZEITUNG 09.Mai 2005
Unsterblicher Klassiker – Feierlichkeiten zu Schillers Todestag
Er selbst ist ja der Götterfunke

Traditionspflege: Stuttgart ehrt den größten Sohn der Stadt
Von Roland Müller

So schön wie einst im Mai wird es wohl niemals mehr werden. Damals muss sich ganz Stuttgart wie besoffen in den Armen gelegen haben: 30 000 Menschen versammelten sich, um die Enthüllung des Schillerdenkmals zu feiern - und der Stuttgarter Liederkranz, auf dessen Initiative die fröhlichbunte Massenveranstaltung zurückging, trug aus vielen Kehlen Lobgesänge vor. Damals, am 8. Mai 1839, spielte auch das Wetter prima mit, anders als gestern, am 8.Mai 2005, als sich immerhin rund fünfhundert Menschen nachmittags auf dem kühlen Schillerplatz versammelten, um einer kleinen und schlichten, dabei aber sympathischen Neuauflage dieser Schillerfeier beizuwohnen.
Und wieder ging die Initiative vom Liederkranz aus. Er wollte an die Tradition der Schillerehrungen anknüpfen, die im 19. und 20.Jahrhundert überall in Deutschland stattfanden und die einst von Stuttgart ihren Ausgang nahmen -  am besagten 8. Mai, also einen Tag vor dem 9. Mai, an dem sich der Tod des Klassikers jährt. Da er sich heuer aber zum zweihundertsten Mal jährt, hatte sich der Verein unter seinem Vorsitzenden Dieter Häussermann einen Dreierpack ausgedacht: eine Schillerfeier am Schillerdenkmal mit einer Rede von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, anschließend ein Programm in der Liederhalle, bei dem unter anderem der Schauspieler Wolfgang Höper die frühe Lyrik des Geehrten vortrug, sowie wieder auf dem Schillerplatz - eine Denkmalsbesteigung durch den Aktionskünstler Mario Ohno.
Dass der Liederkranz dem ganzen Veranstaltungsreigen musikalisch umrahmte, versteht sich fast von selbst. Bei seiner Eröffnungsrede nachmittags auf dem Schillerplatz erinnerte Häussermann daran, dass sich der Liederkranz von Anfang an den Idealen Schillers verschrieben hatte – unter den Gründungsmitgliedern 1824 waren 26 Männer die Schiller noch persönlich kannten. Und dass der Oberbürgermeister das Wort ergriff, ging ebenfalls vollkommen in Ordnung: Das Denkmal, vom Liederkranz gestiftet, ist seinerzeit nämlich auch ein Ausdruck für das erstarkende Selbstbewusstsein des Bürgertums gewesen – nie zuvor war in Deutschland einem der Ihren ein vergleichbares Denkmal mitten in einer Residenzstadt errichtet worden. Insofern tat der Meister aller Bürger gut daran, den größten Sohn der Stadt zu würdigen. Na ja, Schillers leibliche Geburtsstätte steht in Marbach, die geistige aber wohl doch eher in Stuttgart...
Während also der Dichter auf den Schultheiß herabblickte, blickte dieser Schultheiß unten am Sockel von den Chören - des Liederkranzes umrahmt - sozusagen hinauf. Hinauf zum Denkmal von Bertel Thorvaldsen das bei seiner Einweihung nicht unumstritten war. Statt eines, strahlenden Helden - hätte man hier, so Schuster, einen in sich gekehrten Dichter gesehen, ein intimes Porträt, das viele enttäuscht hätte. Mir aber, macht dieses Denkmal den "Zugang zu Schiller leichter", sagte  Schuster, "er ist in dieser Darstellung zum Bürger geworden." Als solcher sollte er nicht politisch vereinnahmt werden, weder von links noch von rechts. Und schon hatte der Oberbürgermeister den Bogen geschlagen zu einem anderen Gedenktag, dem Jahrestag des Kriegsendes "Die Nazis missbrauchten Schiller. Sie nutzten seinen Gedanken, dass die Idee, über das Leben triumphieren könne, für ihre Zwecke."
Schusters Plädoyer: Schiller lesen und im Theater genießen, denn er selbst sei für die Nachgeborenen, ja der einst besungene Götterfunke geworden. Die halbstündige Feier klang - wie sonst? - Mit Beethovens "Lied an die Freude" aus, angestimmt von den Damen und Herren des Liederkranzes - und begleitet vom Bläserensemble des Stuttgarter Staatsorchesters. Anschließend zog die Gemeinde in die Liederhalle, wo sie dem Dichter bürgerlich klassisch mit Poesie und Musik huldigte - und mit einem detailreichen Vortrag des Historikers Paul Sauer der Schillers Spuren in Stuttgart nachzeichnete. Und während hier noch inbrünstig gelauscht wurde, fuhren auf dem Schillerplatz die Einsatzwagen vor, nämlich ein Rotkreuz- und ein Feuerwehrauto: Nothilfe für Schiller dessen patinierte Statue von dem Aktionskünstler Mario Ohno erklommen wurde, um sie wieder, zum Strahlen zu bringen. Der Bursche legte Goldblättchen auf den Lorbeerkranz des Dichters und las, dabei aus dessen ästhetischen Schriften. Und langsam legte sich die Nacht darüber.


Foto: StZ; Weise



AMTSBLATT STUTTGART, Nr. 19; Donnerstag, 12. Mai 2005
Kultur – S.9

"Dieser wunderliche, große Mensch"

- Rede von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster zum 200. Todestag Friedrich Schillers -
Bei der Feier zum 200. Todestag Friedrich Schillers hielt Oberbürgermeister Wolfgang Schuster die Festrede. Im Folgenden seine Rede in leicht gekürzter Fassung:

Viele Stuttgarter Bürger waren bei der ersten Schiller-Feier am 8. Mai 1839 enttäuscht über das Denkmal, das Thorvaldsen geschaffen hatte: Ein nachdenklicher, in sich gekehrter Dichter mit gesenktem Haupt - und nicht der Triumphator, der Kämpfer, der Stürmer und der pathetische Rebell des Aufbruchs zur Freiheit und zu den Zielen des deutschen Idealismus

Vom Dichterfürst zum Bürger

Ich muss gestehen: Die Schiller-Darstellung von Thorvaldsen machte mir den Zugang zum Werk und zum Wirken von Friedrich Schiller leichter. Vielleicht deshalb, weil wir Schwaben als Tüftler, Grübler und Denker weniger zum lauten Pathos und zur großen Geste neigen.
Vielleicht auch deshalb, weil Schiller mit diesem Denkmal vom Dichterfürsten zum "Bürger Friedrich Schiller" wurde, der für die tradierten bürgerlichen Werte von Freiheit, Brüderlichkeit, Toleranz und damit Menschlichkeit steht.

Gefahr der Vereinnahmung

Als Oberbürgermeister liegt die Versuchung nahe, Friedrich Schiller programmatisch zu vereinnahmen, zum Beispiel als Kämpfer für mehr Freiheit vom Staat, sozusagen ein NeoLiberaler; oder Friedrich Schiller als Kämpfer gegen die Ausbeutung und damit gegen den Kapitalismus, so wie die damalige DDR, oder Friedrich Schiller mit seinen deutschen Idealen vom Vaterland als Globalisierungsgegner?
Ich finde es schlimm, dass und in welcher Weise das Werk Schillers für politische Zwecke in der Vergangenheit instrumentalisiert wurde. Das begann im Vormärz und in der Zeit der Französischen Revolution.

Zwiespältige Ehre

Die Ideale Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit endeten bekanntlich für viele im Gefängnis oder auf dem Schafott. Es war für Friedrich Schiller daher sehr zwiespältig, als vermeintlicher Förderer der Französischen Revolution zum Ehrenbürger des französischen Staates ernannt worden zu sein.

Grober Missbrauch

Doch den gröbsten Missbrauch begingen die Nazis, Schiller wurde instrumentalisiert als "Geistesverwandter" und "Vordenker" Hitlers.
Die Nazis münzten den Idealismus in eine Führerideologie um. Sie nutzten Schillers Texte, weil er in völlig anderem Zusammenhang den Sieg des Ideals über das Leben und die Hingabe des ganzen Ich an eine große Idee proklamiert hatte.
Am 8. Mai vor 60 Jahren war der Zweite Weltkrieg zu Ende. Stuttgart war zerstört, ein riesiger Trümmerhaufen nicht nur materiell, sondern auch ideell. Die Ideologie des Nationalsozialismus hat zu den schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte und zum "totalen Krieg" geführt. 55 Millionen Menschen, eine unfassbare Zahl, kamen ums Leben.

Keine Schublade für Schiller

Friedrich Schiller lässt sich nicht in Schubladen stecken. Dies zeigen der öffentliche Diskurs über Schiller in den Medien, und dies belegen die Biografien, die Friedrich Schiller aus unterschiedlichen Perspektiven beschreiben.
Gerade deshalb lohnt das Lesen, das Nachdenken das theatralische Erleben des Werks dieses "wunderlicher großen Menschen".

Labor des Geistes

Liegt nicht die Spannung, der Reiz und der Gewinn für jeden von uns darin, dass dieser geniale Dichter und Dramatiker eben nicht in das "easy going" unserer Entertainment-Gesellschaft passt? Lassen Sie uns also neugierig eintreten in sein großes Labor des Geistes.

Literarische Spurensuche

Ich wünsche Ihnen auch den nächsten Monaten bei dieser literarischen Spurensuche in Ausstellungen und Lesungen bei Theateraufführungen und in wissenschaftlichen Kursen spannende Entdeckungen - und nicht zuletzt Freude an der Dichtkunst Friedrich Schillers; Freude an dem schönen Götterfunken, dem Genius Friedrich Schiller.
  

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Die ausführliche Schillerdokumentation mit der Festrede von Prof. Dr. Paul Sauer über „Schiller in seiner Stuttgarter Zeit“ ist erhältlich im Sekretariat des Stuttgarter Liederkranzes, Berliner Platz.

Tel. 0711-299 17 86,  Fax  0711-299 17 73

E-Mail: stuttgarterliederkranz@t-online.de

www.stuttgarter-liederkranz.de

 



SCHWÄBISCHE SÄNGERZEITUNG 07/2005
Wilhelm-Hauff-Chor-Verband Stuttgart
Stuttgarter Liederkranz ehrt Friedrich Schiller

Zur Schillerfeier anlässlich des 200. Todestags des Dichters, veranstaltet vom Stuttgarter Liederkranz, schrieb die Stuttgarter Zeitung: "als sich immerhin 500 Menschen nachmittags auf dem Schillerplatz versammelten, um einer kleinen und schlichten, dabei aber sympathischen Neuauflage der Schillerfeier beizuwohnen..." hatte sich unter seinem Vorsitzenden Dieter Häussermann der Verein einen Dreierpack ausgedacht: eine Schillerfeier am Schillerdenkmal (das der Verein der Stadt Stuttgart 1839 gestiftet hat, Anm.), mit einer Rede von OB Wolfgang Schuster, anschließend ein Programm in der Liederhalle, bei dem unter anderem der Schauspieler Wolfgang Höper die frühe Lyrik des Geehrten vortrug sowie, wieder auf dem Schillerplatz, eine Denkmalsbesteigung des Aktionskünstlers Ohno. Dass der Liederkranz den ganzen Veranstaltungsreigen musikalisch umrahmte, verstand sich fast von selbst. Häussermann erinnerte daran, dass sich der Stuttgarter Liederkranz von Anfang an den Idealen Schillers verschrieben hatte, unter den Gründungsmitgliedern waren 26 Männer, die Schiller noch persönlich kannten
Auch die Schillerfeier im Mozartsaal war gut besucht und wurde mit Vertonungen von Gedichten Schillers, die Carmen Mammoser, Mezzosopran, begleitet von einem Ensemble aus dem Männerchor des Stuttgarter Liederkranz, vortrug zu einem Glanzpunkt in der Reihe der Schillerfeiern, die einst zur Ehrung Schillers vom Stuttgarter Liederkranz ins Leben gerufen wurden.