Künstlerische Leitung

Ulrich Walddörfer (Foto: Gerd Tollnek)

Ulrich Walddörfer

 

Ulrich Walddörfer wurde 1951 in Göppingen geboren. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von acht Jahren, ab 1965 bei Dyna Würzner-August. Ergänzt wurde seine musikalische Ausbildung ab 1963 durch Orgelunterricht.

Er begann 1970 an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart mit dem Schulmusikstudium unter anderem bei Wolfgang Gönnenwein, Hans Grischkat und Gerd Lohmeyer. Außerdem studierte er Kirchenmusik bei Werner Schrade in Esslingen und Musikwissenschaft an der Universität Tübingen.

 

Nach dem ersten Staatsexamen im Fach Schulmusik im Jahr 1976 folgten Kurse bei Helmuth Rilling und Sergiu Celibidache. Daran schloss sich ein Dirigierstudium an der Hochschule der Künste in Berlin bei Hans-Martin Rabenstein an, welches durch Kurse bei Otmar Suitner, Walter Weller und Milan Horvat in Salzburg und Eric Ericson in Graz ergänzt wurde. 1980 legte Ulrich Walddörfer die künstlerische Abschlussprüfung im Fach Dirigieren ab, bei seinem Abschlusskonzert mit Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia leitete er das Symphonische Orchester Berlin. Noch im selben Jahr erhielt er ein Engagement als Solorepetitor und Kapellmeister an der Städtischen Bühne Hagen. 1983 übernahm er dort die Einstudierung und Premiere von Nico Dostals Die Ungarische Hochzeit in Anwesenheit von Lillie Claus-Dostal und Roman Dostal. Neben zahlreichen Repertoiredirigaten leitete er die Premieren von Mozarts La finta giardiniera, Jacques Offenbachs Orpheus in der Unterwelt und Richard Heubergers Der Opernball. 1984 bis 1986 führten ihn Gastspiele mit den Hagener Ensembles an die Alte Oper in Frankfurt. 

 

Seit 1986 leitet Walddörfer den Philharmonischen Chor Heilbronn, außerdem unterrichtete er gastweise an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart. Im Jahr 1990 spielte er mit seinem Philharmonischen Chor Heilbronn und Mitgliedern des Staatsorchesters Stuttgart erstmals die Messa da Requiem von Giovanni Sgambati auf CD ein (Carus). Es folgten süddeutsche Erstaufführungen der Missa pro defunctis von Franz von Suppé und des Oratoriums Achilleus von Max Bruch sowie eine Aufführung von Benjamin Brittens War Requiem. Im Frühjahr 1995 unternahm der Chor eine Konzertreise nach Südamerika mit Aufführungen der Messa da Requiem von Giuseppe Verdi in Buenos Aires (mit dem Orchester des Teatro Colon) und São Paolo (mit dem Orchester des Teatro Municipal). Ulrich Walddörfer dirigierte zudem den Chor und das Sinfonieorchester der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. Eine rege Konzerttätigkeit führte die Bosch-Musikgruppen an zahlreiche Standorte der Firma im In- und Ausland, u.a. nach Spanien, England, Tschechien, Australien mit Auftritten in Perth, Adelaide, Melbourne, Sidney und Brisbane, sowie nach China, Japan, Südkorea und in die Türkei mit der Carmina Burana von Carl Orff. Mit dem Sinfonieorchester gastierte er regelmäßig bei den Bad Hersfelder Festspielen.

 

Im Juli 1995 übernahm Ulrich Walddörfer die musikalische Leitung des Stuttgarter Liederkranzes, mit dessen Sinfonieorchester und Konzertchören er große Opern- und Konzertprogramme erarbeitet, wie Lobgesang und Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy, Messa da Requiem, Nabucco, I Lombardi alla prima crociata und Giovanna d'Arco von Giuseppe Verdi, Norma von Vincenzo Bellini, La Damnation de Faust von Hector Berlioz, Odysseus und Das Lied von der Glocke von Max Bruch, Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms, das Melodramma sacro Mosé von Gioacchino Rossini und Mefistofele von Arrigo Boito.

 

Mit den Ensembles des Stuttgarter Liederkranzes konzertiert er auch regelmäßig im Ausland, z.B. in Italien, Ungarn, Österreich und Polen. In einer Gemeinschaftsproduktion mit dem Bosch-Sinfonieorchester, dem Bosch-Chor, dem Philharmonischen Chor Heilbronn und Mitgliedern der Konzertchöre Stuttgarter Liederkranz führte er 2009 Beethovens 9. Sinfonie zweimal bei den Bad Hersfelder Festspielen und beim Chorfest des Schwäbischen Chorverbands in Heilbronn auf. 2010 dirigierte er im Rahmen eines internationalen Männerchorfestivals eine Uraufführung im Goldenen Saal des Musikvereins in Wien.

Andreas Großberger (Foto: Heiko Tiedmann)

Andreas Großberger

 

Andreas Großberger studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart kath. Kirchenmusik bei (Martha Schuster), BA- und MA-Gesang (Carmen Mammoser) sowie MA-Chorleitung (Denis Rouger).

 

Meisterkurse für Gesang bei Peter Schreier, Chorleitung bei Bernard Tétu (Lyon) und Nicole Corti (Lyon) erweitern seine Ausbildung.

 

Andreas Großberger war Stipendiat des "Rotary Club Ansbach", sowie als Chordirigent Stipendiat der Chorakademie des SWR-Vokalensembles unter der Leitung von Marcus Creed.

Für das SWR-Vokalensemble Stuttgart nahm er Werkeinstudierungen vor.

 

Andreas Großberger war bis Juni 2016 Domkantor an der Konkathedrale St. Eberhard Stuttgart und ist nun freiberuflicher Chorleiter, Sänger und Stimmbildner.

 

Im Februar 2017 gründete er in Kooperation mit dem Stuttgarter Liederkranz 1824 e.V. den Kammerchor „stuttgart vokal“ und übernimmt ab 2019 die künstlerische Leitung der Chöre des Stuttgarter Liederkranz 1824 e. V.

 

 

 

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